KMU und der Wandel beim Marketing - 10 Tipps für den Aufbau

Wenn Sie sich vor 30 Jahren selbstständig gemacht haben, dann haben sie ein Ladengeschäft eröffnet, ein Produkt entwickelt und vermarktet  oder eine Dienstleistung am Markt angeboten.  Um ihr Unternehmen bekannt zu machen,  konnten Sie – je nach Geldbeutel  - Broschüren und Poster drucken und verteilen, Werbeveranstaltungen durchführen, Radio- und Fernsehspots schalten oder auf ihr persönliches Netzwerk vertrauen.

Sie als Unternehmen suchten mit ihren Produkte und Dienstleistungen aktiv nach Kunden.

Im Marketing der “Ist-Zeit“  sucht der Kunde nach ihren Produkten und Dienstleistungen.

Er informiert sich im Internet auf Webseiten,  die er zuvor mit Hilfe einer Suchmaschine gefunden hat. Durch seine erweiterten, nunmehr digitalen,  persönlichen Netzwerke erhält er Tipps und Meinungen zu Produkten, Dienstleistungen, aber auch Restaurants und Bars.

Als KMU Unternehmer – vor allem, wenn ihr Unternehmen jung ist – fehlt ihnen vor allem eins: der Interessent und damit der zahlende Kunde! – Ihr  Pendant vor 30 Jahren liess teure Broschüren und Prospekte drucken und verteilen. Dabei wusste er nie so genau, ob die Prospekte, Broschüren und vielleicht Rundfunkanzeigen die Zielgruppe auch erreichten. Zudem war die Werbebotschaft – bis auf Rundfunk und Fernsehen – statisch in der Information und limitiert auf die Anzahl der gedruckten Exemplare. Im Zeitalter der digitalen Medien können Sie ihre Werbebotschaft auf die Zielgruppe zuschneiden und dazu permanent aktualisieren. Die Werbebotschaft und Information über ein Produkt oder eine Dienstleistung ist zudem permanent abrufbar.  

„Gut“ – sagen sie sich – „eine Webseite ist schnell gemacht. Da kann ich dann alle meine Produkte und Dienstleistungen reinschreiben und dann klappt das schon“

Aber - so einfach ist das wieder auch nicht! – Gerade die „digitale Durchlässigkeit“ sorgt dafür, dass der suchende Interessent als ersten Filter die Suchmaschine hat. Diese berechnet nach einem individuellen Schlüssel die Platzierung bei den Treffern. Ausschlaggebend ist dabei u. a. der Informationsgehalt (auf die konkrete Suchanfrage), die Aktualität der Seite, wie populär ist die Seite,  wie ist die Webseite aufgebaut….usw.  ….

10 Tipps für den Aufbau ihres Onlinemarketings:

  1. Überlegen sie sich eine Strategie für ihre Webseite (z. B.: wen wollen Sie erreichen und wie?, was sind die Botschaften?, womit beschäftigen sich meine Zielkunden gerade?, usw.)
  2. Legen sie grossen Wert auf eine benutzerfreundliche Webseite  (mit einem „Klick“ ist man wieder weg, wenn die Navigation auf der Webseite einen zur Verzweiflung bringt)
  3. Das „Grundgerüst“ der Webseite muss stabil sein (das fängt mit der „richtigen“ Wahl des Namens an inkl. der richtigen „Endung“, achten sie auf eine gute technische Umsetzung, achten Sie auf gute Erreichbarkeit (ihres Hosters) der Webseite, vermeiden sie hohe Ladezeiten (z. B. durch grosse Bilder)
  4. Strukturieren Sie den Inhalt ihrer Webseite (aus dem Tagesgeschäft wissen sie: mit „Geschwafel“ kommen sie nicht weiter, das langweilt sogar. Heben Sie wichtige Kernaussagen hervor, arbeiten sie mit Aufzählungslisten und lockern sie ihre Texte mit entsprechenden Bildern auf.
  5. Treffen sie keine falschen Annahmen über die technische Ausstattung der Nutzer  (sie haben das neueste Equipment und bei ihnen laufen alle Webseiten mit den „kleinen Gimmicks“. Achten sie darauf, dass die Webseite auf den gängigen Browsern fehlerfrei läuft inkl. Apple)
  6. Achten Sie bei ihrer Onlinewerbung auf die richtige „Wortwahl“ (z. B.: Wahl der richtigen Keywords, Formulierung des richtigen –digitalen – Anzeigentextes,)
  7. Strukturieren sie ihr Onlinemarketing zu Ende, auch wenn sie nicht gleich alles umsetzen  (ein griffiges Konzept am Anfang spart am Ende Geld und Zeit bei der Umsetzung)
  8. Lassen sie sich professionell beraten (Webseiten erstellen und gestalten kann  jeder – das stimmt …. aber leider findet sie fast niemand, überlegen sie im Vorfeld, was ihre Webseite können, machen, erreichen soll, erstellen sie ein gutes Konzept / Briefing für den ausführenden Profi)
  9. Testen sie ihre Webseite (häufig merken sie dabei, dass z. B. die Handlungsaufforderung auf der Webseite unklar ist oder sogar ganz fehlt).
  10. Lassen sie sich Zeit und erwarten sie nicht gleich,  dass sie von Interesse und Anfragen erschlagen werden (im besten Fall vergehen Wochen, bis z. B. die Suchmaschinen eine neue Domain inkl. der Webseite so richtig wahrnehmen).

Gut in den Suchmaschinen platziert zu sein ist wichtig, sollte aber auch in der heutigen Zeit nicht das alleinige Mittel für den KMU Unternehmer sein.

Die Einbeziehung der „klassischen“ Marketingmassnahmen gerade bei lokal aktiven Unternehmen ist fundamental wichtig. Man sollte sich eine gute Mischung der beiden Marketingmassnahmen überlegen und von Zeit zu Zeit analysieren, ob die Mischung noch stimmt.